Fischerdorf Vitt auf Rügen

Vitt ist mit 13 reetgedeckten Häusern, die übrigens von der UNESCO unter Denkmalschutz gestellt wurden, und einer Gaststätte das wohl kleinste und malerischste Fischerdorf auf der Insel Rügen und liegt südlich von Kap Arkona in einer Senke an der Tromper Wiek. Hier findet der Postbote keine Hausnummern, sondern muss sich die Runen einprägen, die an den Haustüren angebracht sind. Die Herkunft des Ortsnamens lässt sich nicht ganz ergründen, da sie zum einen von dem Wort Vitten, im Mittelalter Handels- und Ankerplätze, auf denen der Fisch verarbeitet wurde, stammen kann, zum anderen, aus dem slawischen, gebräuchlichen Namen Vit, vielleicht der Ortsgründer, oder von witt für Weiß abzuleiten ist.

Leider sind die Anfänge und das genaue Alter des Dorfes nicht festzustellen, da es keine Gründungsurkunde gibt, oder noch nicht gefunden wurde. Glaubt man der dänischen Geschichtsschreibung, so existierte das Dorf schon im 10. Jahrhundert. Erstmals wird der Ort aber erst 1290 urkundlich erwähnt mit der Anordnung des Fürsten Witzlaw II, die den „Vittanern“ die Freiheit und das Recht auf Fischfang einräumte.

Etwas Besonderes in diesem Orte ist die kleine achteckige Kapelle, die im Jahr 1806, nach den Plänen von keinem geringeren als Karl-Friedrich Schinkel fertiggestellt wurde. Da der Denkmalschutz konsequent eingehalten wird, ist Vitt nur per Fahrrad, zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder der Parkbahn zu erreichen. Doch die Mühe lohnt sich, denn es ist neben der Historie des Dorfes die unvergleichlich schöne Natur, die einen Besuch zum bleibenden Erlebnis werden lassen.

 

Vitt auf RügenVitt auf der Halbinsel Wittow, Rügen









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