Orangerie in Putbus

Die Orangerie ist das kulturelle und künstlerische Zentrum der Stadt Putbus auf der Insel Rügen. Der Komplex wurde im Jahr 2001 nach einer umfangreichen Renovierung fertiggestellt und beherbergt drei Galerien, die regelmäßig wechselnde Ausstellungen aus verschiedensten Themenbereichen bieten. Dazu gehören Wanderausstellungen und Ausstellungen mit Werken von Künstlern aus der Region. In der vierten Galerie ist die Privatsammlung des Ehepaares Nied mit Werken des ehemaligen Bauhaus-Schülers Hildebrandt untergebracht. Die Kurverwaltung, die Stadtbibliothek und das Standesamt haben ebenfalls ihren Sitz in der Orangerie.

Das Gebäude der Orangerie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts nach Plänen von Karl-Friedrich Schinkel errichtet. Der Berliner Architekt Stüler gestaltete das Gebäude 1853 in der Form, die bis heute erhalten ist.

Die schneeweiße Orangerie im klassizistischen Stil wurde auf einem Hügel im Park errichtet. Auf ihrer ganzen Länge sieht man die verglasten Arkadenbögen. Das Pflanzenhaus diente der Überwinterung der Kübelpflanzen, die im Sommer das Schloss verzierten. Das 1960 gesprengte Schloss war das Zentrum dieses Gebäudeensembles mit der Orangerie und dem Marstall. Der Mittelpavillon und die beiden Seitenpavillons der Orangerie wurden ein Stockwerk höher errichtet als das übrige Gebäude. Im Mittelpavillon stehen in den Nischen des erhöhten Stockwerkes zwei gusseiserne Niken (Siegesgöttin der griechischen Mythologie). Von der Terrasse führt eine Treppe in den Park, die von 2 Löwen flankiert wird.

Die Orangerie ist ganzjährig für Besucher geöffnet.

 

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