Nationalpark Jasmund

Hoch im Norden auf der Insel Rügen liegt Deutschlands kleinster Nationalpark. Auf 3003 ha Fläche treffen Wasser, Wald und Wildnis zu einer einzigartigen Landschaft zusammen. Am steinigen Ostseestrand thront die weiße, mächtige Steilküste mit ihren Kreidefelsen. Bekanntester Vertreter ist der Königstuhl mit 118 m Höhe. Auf dem Höhenzug der Kliffküste finden sich Wiesen, Moore sowie frühere Kreidebrüche.

Der Landstrich auf der Halbinsel Jasmund besticht mit vielfältiger Flora und Fauna. Neben Rotbuchen stehen wild wachsende Obstbäume, Eiben oder Schwarzerlen. Hier gedeihen seltene Orchideen, wie z.B. der Frauenschuh. Groß ist die Zahl der Tierarten. Etwa 1000 verschiedene Käfer kommen im Unterholz vor. Wer Glück hat, kann Eisvogel, Wanderfalke und Seeadler beobachten.

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts drohte der erneute Abbau von den natürlichen Kreidevorkommen. Das Gebiet nördlich der Hafenstadt Sassnitz war in Gefahr und wurde unter Naturschutz gestellt. Es hat seit September 1990 den Status eines Nationalparks.

Zum Erhalt der Natur und um die wachsende Besucherzahl sinnvoll zu führen, wurde 2004 das Informationszentrum am Königstuhl eröffnet. Dieses bietet den Gästen umfassende, multi-mediale Ein- und Ausblicke zum Nationalpark Jasmund. Der Eintritt kostet 6,00 €.

 

Nationalpark JasmundKreidefelsen im Nationalpark Jasmund

 

Informationen zur Rügener Kreide:

Neben dem Nationalpark-Zentrum Königsstuhl hält das Kreidemuseum Gummanz Informationen über das weiße Gold von Rügen für dessen Besucher bereit.








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