Lotsenberg mit Lotsenturm

Rügen ist nicht nur eine erholsame Insel für Badegäste und Wassersportler, sondern auch ein Paradies für geschichtsinteressierte Urlauber. Und gerade die südöstlichste Region, das Mönchgut, liefert dem Gast viel historischen Stoff. Hier haben Slawen, Schweden und Franzosen den ehemaligen großflächigen Besitz des Klosters Eldena abwechselnd in Besitz genommen.
Das kleine Ostseebad Thiessow, südlich vom bekannten Badeort Sellin gelegen, hat zwei besondere „Attraktionen“ mit Weitblick: das Aussichtsplateau „Kleiner Königsstuhl“ und den Lotsenberg. Auf diesem stand zunächst ein ausgedientes Ruderhaus bis die preußische Verwaltung eine Lotsenstation mit Turm errichtete. Das geschah im Jahr 1909.
Die kleine Lotsenwache - ein Klinkerbau - steht noch fast original und „träumt“ von vergangenen Zeiten. Eine kleine Ausstellung über das Lotsenleben an diesem markanten Punkt und der Aufstieg zur Plattform eines neu errichteten Turmes (2003) lassen der Phantasie freien Lauf. Und man genießt einen herrlichen Ausblick auf das Mönchgut. Aus der Möwen-Perspektive kann man die Ostseebäder Sellin und Göhren sowie die Fischerorte Gager, Groß und Klein Zicker, Alt Reddevitz und Middelhagen ausfindig machen.

Übrigens: Der Lotsenturm von Thiessow erfüllt zur Zeit auch wieder technische Aufgaben. Der moderne Mobilfunk-Mast war eine Bedingung der Projektförderer - Besucher dieser verträumten Gegenden von Rügen sehen das mit einem Augenzwinkern.

 

LotsenturmLotsenturm auf dem 36 m hohen Lotsenberg

 








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