Insel Vilm - naturbelassenes Kleinod der Ostseeküste
Das schöne, kleine, naturbelassene Paradies der Ostseeküste – die nur 0,94 km² große Insel Vilm wurde vor 6.000 Jahren aus den von Gletschern hinterlassenen Moränen zu einer Insel geformt. Die Insel Vilm befindet sich 20 Kilometer vom Festland und 3 Kilometer von der Insel Rügen entfernt. Auf Vilm mit ihrer beeindruckenden Natur können Sie auf kleinster Fläche fast alle Küstenformen kennenlernen, die für die südliche Ostseeküste typisch sind. Ihre natürliche Form unterliegt bis heute einer ständigen Veränderung – das Aussehen der sich über 30 Meter erhebenden Steilküsten verändert sich ständig, wofür einerseits Abtragungen und Erosion, anderseits Anlandungen von Kies und Sand sorgen.
Der mannigfaltige und einzigartige Naturreichtum auf der Insel Vilm hat sich in solcher Unberührtheit entwickelt, die fast nirgendwo sonst in Deutschland möglich ist. Der letzte schwerwiegende Holzeinschlag auf Vilm fand 1527 statt, deswegen haben sich die Eichen- und Buchenwäldchen zu echten Urwäldern entwickelt und stellen heute die eindrucksvollsten Waldbilder im ganzen Norddeutschland. Seit 1936 steht die Insel Vilm unter Naturschutz. Seit 1990 gehört sie zum Biosphärenreservat Südost-Rügen und ist Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Insel der fürstliche Sommersitz und bedeutender Treffpunkt von Landschaftsmalern. 1960 wurde die Vilm zum Gästeheim der DDR-Politprominenz und war deswegen bis 1990 für den öffentlichen Besucherverkehr gesperrt. Heute werden auf der Insel maximal 30 Besucher pro Tag zugelassen, deswegen sollten Sie sich vorher anmelden, wenn Sie dieses Kleinod der Ostseeküste besuchen möchten.
Aussichtspunkt Biosphärenreservat Südost-Rügen auf Insel Vilm