Die Halbinsel Mönchgut
Mönchgut ist eine fast 30 Quadratkilometer große Halbinsel auf der Insel Rügen und trennt den Greifswalder Bodden von der eigentlichen Ostsee. Der Greifswalder Bodden war bereits zu Zeiten der DDR als Wassersportgebiet beliebt. Das Wasser des Boddens ist deutlich weniger salzhaltig als das der freien Ostsee.
Für den Urlauber ist die Halbinsel Mönchgut sowohl für den Badeurlaub an den Stränden des Boddens und der Ostsee als auch wegen seiner zahlreichen Sehenswürdigkeiten bekannt. Im Ostseebad Göhren etwa befindet sich die Mönchguter Museen. Diese bestehen aus dem Heimatmuseum, einem alten Motorsegler, dem Museumshof sowie um ein Fischerhaus. Einen großen Teil der Ausstellungsfläche im Heimatmuseum nimmt die Trachtensammlung ein. Trachten werden auf Mönchgut auch heute bei Folklore Veranstaltungen, deren Besuch sehr zu empfehlen ist, getragen. Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit in Göhren stellt das Drachenhaus dar, bei welchem es sich um das Domizil des bekannten Dichters Max Dreyer (1862-1946) handelt. Der Schriftsteller hat sowohl Naturlyrik als auch niederdeutsche Texte publiziert; ein Schatten auf sein Werk wirft allerdings die Anbiederung an den Nationalsozialismus mit einem den Krieg verherrlichenden Heimatroman.
Museumshof Göhren, Mönchgut
Ein Besuch der Dorfkirche in Göhren sollte nicht vergessen werden.
Schöne Aussichtspunkte finden sich auf Mönchgut mit dem Lotsenberg sowie dem Kleinen Königsstuhl in der Gemeinde Thiessow, die zugleich einen der schönsten Kurparks auf Rügen besitzt.
Beim Buskam handelt es sich um den größten Findling Deutschlands, der etwa 300 Meter von der Küste im Meer gelegen ist und in der Bronzezeit als Kultstätte Verwendung fand. In Vollmondnächten sollen dort der Legende nach heute die Meerjungfrauen tanzen.
Reizvoll ist auch eine Fahrt mit der Schmalspurbahn "Rasender Roland", die zwischen dem Ostseebad Göhren und Putbus verkehrt.
Wie kam es eigentlich zu dem Namen „Mönchgut“?
Das "Gut der Mönche" zählte ab 1252 zum Besitz des Zisterzienserklosters Eldena bei Greifswald, dem Fürst Jaromar II. von Rügen die Ländereien übergeben hatte. Vom Rest der Insel war das Gut durch den so genannten "Mönchgraben" abgegrenzt, der sich nördlich von Baabe von der Ostsee bis zum Selliner See erstreckt.