Die Feuersteinfelder - ein Eiszeit-Relikt auf Rügen
Sie sind leicht zu finden, aber ohne Fußmarsch geht es nicht. Seit 1935 ist die Schmale Heide mit den Feuersteinfeldern Naturschutzgebiet.
Vom Parkplatz "Feuersteinfelder" bei Neu Mukran ist der gut begehbare Weg ausgeschildert. Nach etwa 2 km ist das "Steinerne Meer" erreicht.
So wird diese geologische Rarität auch genannt. Auf einer Fläche von 2000 x 200 Metern erstreckt sich eine seltsame Geröll-Landschaft in Form von 14 bis zu einem Meter hohen Wällen aus Feuersteinen.
Wie kamen die hierher? Vor ca. 3.500 bis 4.000 Jahren brach die See die Steine aus den Kreideklippen der Halbinsel Jasmund heraus, zerrieb sie auf dem Meeresgrund. Gewaltige Sturmfluten warfen sie auf den Strand und schufen das Naturdenkmal.
Der 1840 angelegte Kiefernwald umrahmt die Steinlandschaft malerisch. Auf dem kargen Geröll entwickelten sich seltene Pflanzen wie der "Nördliche Streifenfarn", von dem nur ein Exemplar im gesamten Areal existiert.
Feuersteinfelder nahe Mukran
Auf den knirschenden Steinen, mit dem leisen Konzert von Meeresbrandung und Schwarzspecht, eröffnet sich ein ganz eigener Zauber dieser Landschaft. Und wer weiß: Vielleicht findet man einen "Hühnergott", einen Feuerstein mit einem Loch in der Mitte. Dieser Talisman bringt Glück, allerdings nur dem, der ihn selber findet.
Ein Grund mehr, sich auf den Weg zu machen.